Showing posts with label Deutsch. Show all posts
Showing posts with label Deutsch. Show all posts

October 31, 2016

»Die Mitte der Welt« (der Film)

Filmempfehlung!

Muss ich mehr sagen?

Ich hatte an der ein oder anderen Stelle (gegenüber dem Autor dieser phantastischen Filmvorlage) durchblicken lassen, dass ich mir Sorgen über eine Verfilmung eines meiner Lieblingsbücher mache. Da kommen Gedanken in den Sinn wie: Die Stimmung und Zeitlosigkeit kann nicht so rüber gebracht werden, die wunderbare bildliche Sprache geht verloren, die Charaktere können nie so lebendig werden wie in meiner Vorstellungskraft, die Farben, Ereignisse und Empfindungen nie so lebendig …

Vor einer Woche hatte ich die Möglichkeit, den Film vor seinem offiziellen Erscheinungsdatum am 10. November zu sehen. Fazit: Die Sorgen sind zerstreut, das Gemüt beruhigt und die Welt ist wieder im Einklang … sozusagen zu ihrer eigenen Mitte zurückgekehrt.




Der 17-jährige Phil kommt von einem französischen Sommerkurs wieder und sieht seine Welt verändert. Nicht, dass die Welt für ihn je heil gewesen wäre. Seinen Vater hat er nie kennengelernt – er weiß nicht einmal, wie er heißt. Das verschweigt Phils Mutter Glass ihm und seiner Zwillingsschwester Dianne vehement. Ein traditionell ‘normales’ Familienleben haben sie also nie kennengelernt. Was auch den Bewohnern der Stadt nicht zusagt – die Familie wird misstrauisch beäugt. Glass’ Männergeschichten sind dafür ebenso verantwortlich wie Diannes stille Art und geheimnisvolle Verbindung zu Tieren und Natur. Phils Homosexualität brächte das Fass zum Überlaufen. Doch bisher hat die Familie immer zusammen gehalten. Das ist nach seiner Rückkehr anders: Das wird in so einfühlsamen Bildern durch die Zerstörung des Waldes durch einen Sturm immer wieder angedeutet, zeigt sich in der Kühle, mit der sich Glass und Dianne plötzlich begegnen und gipfelt in der Begegnung mit Nicholas, Phils neuem Mitschüler, in den er sich Hals über Kopf verliebt. Alles wird anders sein, noch bevor das neue Schuljahr sich dem Ende zuneigt.

Wie es auch schon Andreas Steinhöfel in einem seiner Blogs gesagt hat: Jakob M. Erwa (Drehbuch und Regie) hat es geschafft, den im Buch bewusst zeitlos gehaltenen Stoff wie mühelos in die Gegenwart zu holen. Ihm, seinen Schauspielern und dem gesamten Team ist dabei eine phantastische Glanzleistung gelungen. Ein wunderschöner Film – gefühlvoll, der sich Zeit lässt, witzige Stellen hat, aber auch an Dramatik nicht zu kurz kommt.

Der Ton ist vielleicht nicht mehr zeitlos, aber die Thematik umso mehr. Die bildliche Sprache wird mit Bildsprache ersetzt. Die Charaktere erwachen zum Leben … und so auch die Ereignisse dieser mitreißenden Geschichte.

Phil und Nicholas (wunderbar gespielt von Louis Hofmann und Jannik Schümann) hätte es nicht besser treffen können. Auch Glass, pointiert von Sabine Timoteo in Szene gesetzt, weiß sofort zu überzeugen. An Kat (Svenja Jung) und Tereza (Inka Friedrich) musste ich mich etwas gewöhnen, aber das lag nur an meiner sehr speziellen Vorstellung der beiden, die ich aus dem Buch hatte.

Das Ensemble ist bewusst klein gehalten, die Nebenfiguren oft zum Zweck weggelassen, um sich auf den Nucleus zu konzentrieren: Die Familie und Phils Suche … nach der großen Liebe oder sich selbst, das darf sich jeder selbst überlegen und ansehen.

Werden die Liebhaber des Buches sich an Änderungen (wie die Chronologie von Glass’ und Diannes Konfrontation) stören? – Vielleicht. Werden sie ihnen liebgewonnene Szenen und Handlungsstränge vermissen? – Ganz bestimmt.

Aber dafür ist es eine Adaption und das Buch bietet in diesem Fall mehr Hintergrundwissen, das im Film aber immer wieder und dezent angedeutet wird (Stichpunkt: Diannes Narbe von der Schlacht am Großen Auge). Kleine Dinge, die anderen vielleicht entgehen würden, aber die Kenner in einen verschworenen Kreis aufnehmen.

Die Vorführung, der ich beiwohnen durfte, fand im Zuge der Filmkunsttage Sachsen-Anhalts statt, bei der Hauptdarsteller Louis Hofmann den Film mit dem Publikum ansah und im Anschluss den Filmkunstpreis/Nachwuchs erhielt und ein paar Fragen des Publikums beantwortete. Sehr sympathisch und bodenständig – wohlverdient.

Was bleibt zu sagen: offizieller Filmstart 10. November 2016
Prädikat: Unbedingt ansehen!

November 4, 2015

NaNoWriMo 2015

I almost forgot to let you know about this year’s …



Yes, I’m taking part again. As I told a friend of mine—who actually brought me to NaNoWriMo 4 years ago: I wouldn’t miss it for the world.

It’s time to dive deep into that jungle of words, phrases and paragraphs again to arrive at something that might not be a finished novel but that you can work with.

I’m looking forward to seeing my own story unfold. I have a rough guide line up to a certain point with a chapter overview. Even now I experience that characters go off track and my prologue is longer than I thought it would turn out … but I enjoy every minute of it because it means that the story and the creative juices are alive and well.

Keep on writing.

≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈

Ich habe beinah vergessen, euch über den diesjährigen NaNoWriMo zu erzählen.

Ja, ich mache wieder mit. Wie ich einem Freund erzählte – in der Tat brachte er mich vor 4 Jahren zum NaNoWriMo: Ich würde es um nichts in der Welt verpassen.

Es ist Zeit, in den Dschungel aus Wörtern, Sätzen und Abschnitten einzutauchen, um an etwas zu kommen, das vielleicht noch kein fertiger Roman ist, aber mit dem man arbeiten kann.

Ich freue mich darauf, zu sehen, wie sich meine Geschichte entwickelt. Ich habe einen groben Plan in Form einer Kapitelübersicht bis zu einem bestimmten Punkt. Bereits jetzt erlebe ich, dass Charaktere sich anders verhalten und der Prolog ist länger als ich mir das zuerst vorgestellt habe … aber ich genieße jede Minute, weil es heißt, dass die Geschichte und die kreativen Energien gesund und munter sind.

Immer schön weiter schreiben.


September 25, 2015

»Die Rückkehr der Störche«

Hallo an alle, die sich aus welchen Gründen auch immer hierher verirrt haben.

Wie bereits vor ein paar Monaten kryptisch angekündigt, ist es heute endlich so weit. Getreu der Lebensweisheit: »Was lange währt…« – hier also das Cover zu »Die Rückkehr der Störche«:



Bevor ich eine kleine Leseprobe des ersten Kapitels zum Besten gebe, muss ich erst einmal meinen Dank an Josh Feldman aussprechen. Der Autor der Novelle ableYoung, Regisseur/Autor des phantastischen Indie Sci-fi Films Senn und Editor für die für 2016 angekündigte Dokumentation Conlanging: The Art of Crafting Tongues von Britton Watkins, ist nicht nur hinter der Kamera begabt, sondern hat meine Vorstellungen für das Cover wunderbar umgesetzt!

Die düstere Stimmung des Kurzromans vereint diese Szene meiner Meinung nach gekonnt. Josh, thank you so much for the support!

Ohne weiteres, langes Gerede hier also die


L e s e p r o b e

1 Neue Nachbarn

„Was machen die denn bloß?“ Lukas Tellner sah zu seinem Vater auf, der ungläubig aus dem Fenster zum Nachbargrundstück blickte. Seit einer Woche wussten sie von der Ankündigung, dass sich neue Käufer für das Haus gefunden hatten. Vor zwei Tagen war der erste Lieferwagen vorgefahren und schwere Möbel wurden von der Rampe gehievt. Nun hatten sich die Käufer zum ersten Mal der Nachbarschaft gezeigt. Lukas’ Vater war aus einem unerfindlichen Grund nicht begeistert gewesen.

Lukas kamen die neuen Nachbarn sehr freundlich vor. Etwas nervös hatten die Schillings geklingelt und Klara Schilling hatte sich und ihren Mann Gregor mit einem Lächeln vorgestellt und gesagt: „Bevor Sie mit Brot und Salz vor unserer Tür stehen, wollten wir Ihnen zuvorkommen. Denn das ist wirklich nicht nötig. Wir wollen kein Aufheben machen. Wir wollten uns nur kurz der Nachbarschaft vorstellen und alle darauf vorbereiten, worauf sie sich einlassen.“ Dabei hatte sie ihrer Tochter, die ihr bis zu den Hüften reichte, die Hand auf die Schulter gelegt, während sie gleichzeitig ihren Bauch unter dem geblümten Sommerkleid streichelte, der sich sichtbar abhob. Sie hatte geschmunzelt und ihre Tochter hatte das Lächeln höflich nachgeahmt.

Lukas’ Vater hatte angeboten, wann immer sie etwas bräuchten, sie zu ihnen kommen könnten und betont, dass die Nachbarschaft sehr freundlich sei. Lukas bemerkte jedoch, dass er seiner Frau dabei nervös über den Rücken fuhr und ihre Blicke immer wieder zu Frau Schilling schweiften.

Danach waren die Schillings in ihr neues Haus zurückgekehrt. Das Werkeln ging weiter und Lukas beobachtete, wie sich das Verhalten seiner Eltern wandelte. Sie nahmen sich plötzlich viel Zeit, die Gardinen zu richten, an der Spüle vor dem Fenster zu stehen, die Post zu holen oder die Veranda zu fegen. Verstohlene Blicke wurden zum Nachbarhaus geworfen und wann immer das Gespräch auf die neuen Nachbarn fiel, sank ihr Gesprächston zu einem Flüstern.

„Was ist denn?“, fragte Lukas’ Mutter nun und kam zu ihrem Mann ans Fenster. Lukas vertrieb sich weiter die Zeit mit einem Buch, ohne seine Eltern merken zu lassen, dass er sie neugierig aus den Augenwinkeln beobachtete. Sie verhielten sich wirklich merkwürdig in den letzten Tagen. Er verkniff sich jedoch die Frage, was gerade so wichtig dort draußen war. Selbst nicht, als seine Mutter ihren Mann ungläubig anblickte und ein besorgtes Gesicht zeigte. Sie presste ihre Lippen konzentriert zusammen, als müsse sie sich beherrschen, nichts zu sagen und Lukas bemerkte den Ansatz eines Kopfschüttelns.

„Sollten wir mit ihnen reden?“, fragte sein Vater gedämpft.

„Wozu? Denkst du, sie würden auf uns hören? Außerdem bin ich sicher, dass Cornelia das sehr bald übernehmen wird. Was vielleicht besser ist. Sie kann etwas besser durch die Blume reden. Ich würde mich nur verhaspeln und sie würden mich vermutlich für eine stammelnde Wahnsinnige halten.“ Sie legte ihm beruhigend eine Hand auf den Arm. „Richard, mach dir nicht allzu viele Gedanken. Es wird sich schon irgendwie regeln. Du hast sie doch gesehen. Es ist noch ein wenig Zeit. Bis dahin ist es vielleicht sogar schon Winter. Dann wird sich das Problem von ganz allein gelöst haben.“

Richard Tellner blickte sich auf einmal sehr verschwörerisch um, als würde er vermuten, dass sie jemand belauschte. Lukas merkte, dass er seit geraumer Zeit keine Seite mehr umgeblättert hatte. Er wechselte die Position, wandte seinen Rücken absichtlich halb zu den Eltern und hörte seinen Vater kaum noch, als dieser gepresst sagte: „Erinnere dich an Webers. Der einbrechende Winter hat ihnen auch nicht geholfen.“

Lukas hörte das ziehende Geräusch seiner Mutter, die scharf die Luft einsog. Irgendwo tief in ihm regte sich ein Gefühl, das ihm ungut aufstieß, als hätte er einen Apfel auf leeren Magen gegessen. Der Name Weber sagte ihm irgendetwas, aber im Augenblick war es nur ein Gefühl, das er nicht näher benennen konnte. Allein, dass er bei seiner Mutter eine solche Reaktion verursachte, machte ihn ein wenig nervös. Ihr Zischen machte das Ganze nicht besser: „Wir hatten uns geeinigt, dass wir sie nicht wieder erwähnen!“

„Du und deine Kaffeeklatschrunde hattet das beschlossen, Elli, nicht ich…“ Er stockte kurz und schien sich plötzlich zu erinnern, dass er noch etwas zu tun hatte. Mit einem Murmeln verschwand er in den Schuppen hinter dem Haus.

Lukas blätterte eine weitere ungelesene Seite um und starrte auf das Buch, ohne wirklich etwas zu sehen. Seine Mutter stand noch eine Weile regungslos am Fenster. Auch sie starrte auf einen unbedeutenden Punkt am Fensterrahmen, bevor sie etwas aufschreckte, sie sich die Hände an den Oberschenkeln abwischte und nach oben ging.

Kaum hatte sich die Tür geschlossen, war Lukas auch schon aus dem Sessel aufgesprungen und zum Fenster gehastet. Er dachte nicht wirklich, noch etwas von dem zu sehen, was seinen Vater so aus der Fassung gebracht hatte. Neugierig spähte er nach draußen: Noch immer war ein Lieferwagen vor dem Haus der Schillings geparkt. Ein kleinerer Wagen einer Malerfirma hatte sich dazu gesellt. In der Einfahrt stand der blaue Fünftürer in der Spätsommersonne und reflektierte das einfallende Licht. Lukas hatte den Wagen als besonders faszinierend empfunden, weil er so ausgesehen hatte, als käme er ständig aus der Waschanlage. Kein Dreck war an ihm zu finden. Keine Schlieren oder Tapsen von Katzen. Keine Kratzer, Werbung oder sonstige Aufkleber, doch jetzt entdeckte er einen an der hinteren Stoßstange, der vor ein paar Tagen noch nicht da gewesen war. Einer dieser Aufkleber, die man in der Stadt in einem Laden für allerhand Klimbim bekommen konnte. Er verkündete: Ein weiteres Baby an Bord … bald.



Die Rückkehr der Störche
Stefan G. Müller
ISBN: 978-1514346686
2. Auflage, 114 Seiten
ca. 31.000 Wörter

Jetzt erhältlich über Amazon, eStore (CreateSpace) und als Kindle

July 5, 2015

Update – was es Neues gibt

Während die Temperaturen unermüdlich steigen, bin ich ebenso unermüdlich gewesen und habe das Projekt self-publishing in Angriff genommen.

Schon vor einem Jahr bin ich auf CreateSpace aufmerksam geworden, das einem erlaubt, seine eigenen Schreibprojekte über Amazon als print-on-demand oder Download zu verwirklichen. Nach langem Zögern, dachte ich mir: Es wird Zeit, die Dinge in die Hand zu nehmen und etwas in die Welt zu entlassen.

Ich habe mir also in den letzten Wochen eine längere Erzählung von mir vorgenommen, sie überarbeitet und für die formellen Richtlinien zur Einreichung vorbereitet. Außerdem habe ich tatkräftige Unterstützung von Freunden aus dem learnNa’vi-Forum bekommen, auf die ich in einem späteren Beitrag noch genauer eingehen werde. Alles befindet sich in der abschließenden Phase und selbstverständlich werdet ihr hier alle Neuigkeiten erfahren.

Ich wollte allerdings schon mal eine kleine Vorankündigung machen. Dafür habe ich einen neuen Reiter eingerichtet. Unter „Schreibstube/Bücher“ findet ihr ab jetzt neben der derzeitigen Ankündigung auch zukünftig aktuelle Informationen über kommende Projekte.

Hier jedoch schon die



Ankündigung

„Die Rückkehr der Störche“

Das Leben im Dorf ist nicht immer einfach. Auch Bachkirchen bildet da keine Ausnahme. Manchmal sind die Ansichten veraltet, Traditionen werden über Generationen getragen, das Ansehen der Familie geht über alles und ungeschriebene Regeln können auch langjährigen Bewohnern zum Verhängnis werden.

Der fünfzehnjährige Lukas Tellner erfährt am eigenen Leib, wie sich das Verhalten der Dorfbewohner wandelt, als Familie Schilling im Nebenhaus einzieht.

Das scheinbare Dorfidyll hat einen Haken. In Bachkirchen ranken sich düstere Legenden um den Zeitpunkt, an dem ein Storch gesichtet wird. Sie gelten als Unglücksboten. Und kaum sind die Schillings eingezogen, werden Störche gesichtet…


Cover der privaten, nicht kommerziellen Sonderausgabe 2013

Leserstimme zur ersten Geburtstagsjubiläums-Sonderausgabe 2013:
Eine spannende und Gänsehaut bringende Geschichte … ein schönes Leseerlebnis für Geist und Herz!
—Ulli 
… düster … spannend … melancholisch …
—Mama
Was zu Beginn lediglich ein wenig merkwürdig erscheint, gewinnt im Laufe der Geschichte nicht nur an Tempo, sondern vor allem an fast unerträglicher Spannung. Und nicht wenige Leser werden eine Fortsetzung schmerzlich ersehnen!
—Anja

2. Auflage, ca. 115 Seiten.
Die überarbeitete Ausgabe ist in Kürze über Amazon CreateSpace erhältlich…

November 1, 2014

NaNoWriMo 2014

What I’ll be doing for the next 30 days: It’s NaNoWriMo time!
Nur, damit ihr wisst, was ich die nächsten 30 Tage so treibe: Es ist Zeit für NaNoWriMo!



January 30, 2014

»111 Gründe, Bücher zu lieben« Stefan Müller

Der Untertitel dieser, von meinem Namensvetter verfassten Neuerscheinung lautet zurecht „Eine Liebeserklärung an das Lesen“. Und das ist es auch geworden. Ich hatte die Möglichkeit, schon einen Blick vor Erscheinen im März in das Buch zu werfen.


gefunden auf renamail.de

Ich muss zugeben, als ich den Titel zum ersten Mal hörte, dachte ich an ein buntaufgemachtes, dünnes Büchlein mit vielen Bildern, um den Hunger nach der multimedialen Welt zu stillen. Weit gefehlt! Nicht nur das Thema ist eine Liebeserklärung an das Buch und das Lesen, sondern auch die Aufmachung: 275 Seiten, gebunden mit Lesebändchen, eng beschrieben, nur unterbrochen durch die größeren, thematisch unterteilten Kapitel. Da hat es Schwarzkopf & Schwarzkopf sehr ernst genommen mit der Liebe zum Buch und dass auch das Leseerlebnis ein Vergnügen sein soll.

In 111 Gründen wird eine Fassette rund um das Mammutwerk ,Buch‘ herausgegriffen und beleuchtet. Das reicht von der äußeren Form, was ein Buch ausmacht, den verschiedenen Leser-Spezies, über das Leseverhalten, den Büchersammler oder -liebhaber, bis hin zu den verschiedenen Themen von Dauerbrennern bis (leider) fast vergessenen Exemplaren. In schwungvollem, leicht ironischem Ton wird da ein Zirkel durch die Jahrhunderte und die Themen- und Titelvielfalt geschlagen, wie es nur in einem Buch geschafft werden kann.

Es ist dabei unterhaltsam, mal aufschlussreich, mal belehrend, mal informativ und auch mal nachdenklich stimmend. Für Freunde des Buches und des Lesens eine unbedingte Empfehlung.

Der einzige Wermutstropfen, der beim Lesen aufkam, war die etwas bittere (weil störende) Erkenntnis, dass die politische Korrektheit nun wohl auch ihren Weg in die Literatur gefunden hat. Gerade zum Ende hin wird das politisch motivierte „Bürgerinnen und Bürger, Leserinnen und Leser, Schriftstellerinnen und Schriftsteller, Autorinnen und Autoren“ im Überfluss verwendet, was denjenigen das Lesevergnügen dämpfen wird, die sich maßlos darüber aufregen können, dass in Politik und Medien ein generischer Plural nicht mehr auszureichen scheint, um beide Geschlechter einzubeziehen.
Bei den vielen Titeln und Namen, die erwähnt werden (manchmal nur im Vorübergehen, teilweise aber auch ausführlich besprochen), hätte ein Index sicher nicht schaden können.

January 17, 2014

Shakespeare mal anders… So HASSE, wenn du willst, MICH

Bei der Behandlung mit Shakespeare und dem nie enden wollenden Hype um Hamlet, Macbeth, Romeo und Julia, Ein Sommernachtstraum und sie nicht alle heißen, werden seine anderen literarischen Ausflüge oft vergessen.

Es heißt, seine Sonette gelten als eine der schönsten Liebesgedichtsammlungen der Welt und sind dennoch teilweise so rätselhaft, dass es ganze Abhandlungen braucht, um eines zu verstehen.

Das Puppentheater Halle hat es sich, zusammen mit der Gruppe Nico and the Navigators, zur Aufgabe gemacht, den interessierten Zuschauer auf eine etwas andere Weise an diese Gedichte heranzuführen.

Was dabei herauskommt, ist ein unterhaltsamer Abend mit Live-Musik und einer kleinen Auswahl aus den 154 Shakespeare-Sonetten in Englisch und deutscher Übertragung. Es ist mehr eine Performance als ein reines (andererweitig vielleicht langweiliges) Vortragen. Es lässt einen erinnern, dass die Worte auf dem Papier nicht nur gelesen werden wollen, sie wollen auch gesprochen werden, artikuliert und in allen Formen auf der Zunge gerollt werden. Das Ohr kann dabei neue Arten des Hörens entdecken, an die man vorher vielleicht gar nicht gedacht hatte.

So HASSE, wenn du willst, MICH; aber gleich - Shakespeares Sonette
Then HATE ME when thou wilt; if ever, now – Shakespeare’s Sonnets

ist absolut sehens- und hörenswert. Für mich seit langer Zeit wieder ein Höhepunkt eines Theaterabends.

December 12, 2013

Ketsuktswa’a pamtseo – Unforgettable music

Ke tsun oe pelun ftivang yivune fìtìrolit? Pxiswawam rolun oel tsat ulte lam fwa lawrìl tereiok memikyunit frakrr.

Tsaru tivìng mikyun. Fpìl oel futa lu txantsan nìwotx:

ry x – Berlin (Soundcloud link)

Wayä Aylì’u Aralpawneng:

kllza’u, ma yawntu
perlin a tìwewmì
fratsatìwusem, fratsaherwì

lawa ayton
ulte byron a mì ronsem oeyä
peng oer teyngta oe ke kä kelkune
ulte ftayang oe pivey spulmokriro

kllte moä a hahaw
ulte tìfnu a mì reypay oeyä
oeru txoa livu, ma yawntu, terul oe kelkune
oe lu ’eveng tsawkeyä sanhìyäsì a yawne lu oer



nì’Ìnglìsì

Why can’t I stop listening to this song? I just found it and it seems that the melody is in my ears all the time.

Listen to it. I think it’s fantastic!


nìToitsye

Warum kann ich nicht aufhören, mir dieses Lied anzuhören? Ich habe es eben erst entdeckt, aber ich bekomme es nicht aus meinem Kopf.

Hört es euch an. Ich finde es fantastisch!

December 3, 2013

Txantslusama aylì’u a ta Ioang Apxa – Wise words of the Lion Turtle

Narmìn nìfkrr oel relti arusikx alu lahea Uniltìrantokx :P Kezemplltxe ral oeyä lu Syena Ilyu Yayä ;)

Ulte frakrr oeru warmoeiu ultxa hu Aang sì leronsrela Iong Apxa alu Lion Turtle a rey tsakifkeymì. Sre sìwusem ator wä Olo’eyktan Kllpxìltuä Txepä alu Ozai Yailyu alu Aang ätxäle si tsnì poru livu srung a *txankoaka tsaswiräta. Furia tspang tsaOlo’eyktanti lu wä feyä snafpìlfya tìreyä. Ha po ke new tsakem sivi.


Fìsäplltxe lu tsapeyä aylì’u atxantslusam:
Ngaya ronsem tsun emziva’u fratìpuslltxet atsleng sì fraronsrelti akawng luke fwa yak si. Ngaya txe’lan tsun ’ivampi txumit tìve’kìyä luke fwa fkol tìsraw seyki. Ta tsakrr a tìsngä’iluke, tìvawm ’ong mì *sìmek slä laro sleyku a atanìri frakrr tsaw tìng tseng.


Tìoeyktìng aylì’uä:
txankoak ~ ancient
tìmek ~ void

nì’Ìnglìsì


I was watching the other Avatar recently :P Of course, I mean The Last Airbender.

And I was always fascinated by the meeting between Aang and the imagined giant animal called Lion Turtle that live in that world. Before the final fight against the Firelord Ozai, the Airbender Aang requests help from that ancient creature. To kill the Firelord would be against his life’s philosophy. So, he doesn’t want to do it.

This statement is the creature’s wise words:
The true mind can weather all the lies and illusions without being lost. The true heart can touch the poison of hatred without being harmed. Since beginning-less time, darkness thrives in the void, but always yields to purifying light.


nìToitsye

Ich habe mir letztens das andere Avatar angesehen :P Ich meine natürlich Der Herr der Elemente.

Die Begegnung zwischen der Löwenschildkröte, die in dieser Welt leben, und Aang hat mich immer fasziniert. Vor dem letzten Kampf zwischen dem Feuerlord Ozai, bittet Aang die uralte Kreatur um Hilfe. Den Feuerlord zu töten wäre gegen Aangs Lebensphilosophie. Also will er es nicht tun.

Dies sind die weisen Worte der Kreatur:
Der wahre Verstand kann alle Lügen und Illusionen durchschauen ohne sich zu verirren. Das wahre Herz kann das Gift des Hasses überstehen, ohne Schaden zu nehmen. Seit Anbeginn der Zeit hat die Finsternis in der Leere existiert, aber sich immer vor dem reinigenden Licht gebeugt.

April 26, 2012

Aylì’u leNa’vi mì sìrey…

… ayngal tsafnetìfkeytokit omum srak? Fko tìran kxamlä tsray apxa ulte inan aylì’ut letrrtrr luke tìftxey.

Tsìk fpìl fkol futa olinan lì’uot leNa’vi srak? Fìkem lolen oer nìfkrr ulte zamene oe syivep relit tsa’uä.
Fì’u lu tstxo ponguä suteyä a txula aysä’ot a fkol sar mì senge a slu nì’Ìnglìsì kitchen fu nìToitsye Küche.
Fpolatsìl oe pelì’uteri?

Ayngal tsafnetìfkeytokit omum nìngay srak?
Ayngal aminan leNa’via payfnelì’ut? — Sunu oer fwa stawm/inan ayngeyä ayvurit…

nì’Ìnglìsì/English:
… do you know this situation? You walk through the city and read normal words.

Suddenly, you think you read some Na’vi word? This happened to me the other day and I had to take a photo.

This is the name of a group of people who build kitchens.
Which word, do you think, was I thinking about?

Do you know this kind of situation?
Which kind of words did you read? — I’d like to hear/read your stories…

nìToitsye/Deutsch:
… kennt ihr diese Situation? Man geht durch die Stadt und liest wahllos Wörter.

Plötzlich denkt man, ein Na’vi-Wort gelesen zu haben? Das ist mir letztens passiert und ich musste ein Foto davon machen.

Es ist der Name einer Firma, die Küchen herstellt.
An welches Wort habe ich wohl gedacht?

Kennt ihr wirklich diese Art von Situation?
Welche Arten von Na’vi-Wörtern habt ihr schon gelesen? — Ich würde gern eure Geschichten hören/lesen.

November 30, 2011

WriMo Day 21-30 (Tag 21-30)

Day 21-30:
Need I say more?


It’s been a wonderful experience! Sometimes exhilarating, sometimes as if it would completely suck the energy out of you. But in the end, it was worth it and I intend to do it again next year.

As one pep talk suggested, it’s not necessarily about finishing a novel but to find out what the tools are that are in store for you. I didn’t finish my project but I managed to set up a routine that I don’t think I will abandon right away. If this month has taught me something at all, then that I can bring myself to work continuously on a story… Every day a few hundred words will suffice. And it’s something constructive. So, although I reached the official word count (and more: it’s 62k words so far) the story is not finished and I will keep working on that these next few days.

It’s been a blast. Thanks to all my writing buddies and supporters throughout the month.

Tag 21-30:
Muß ich mehr sagen?


Es war ein wunderbares Erlebnis! Manchmal überwältigend, manchmal so schlauchend als würde es die Energie aus einem saugen. Aber am Ende hat es sich gelohnt und ich gedenke, es nächstes Jahr zu wiederholen.

Wie es in einem aufmunternden Wort hieß, geht es nicht unbedingt darum, einen Roman zu beenden, sondern die Werkzeuge zu finden, die einem selbst nutzen. Ich habe mein Projekt nicht zu Ende gebracht, aber ich habe es geschafft, mir selbst eine Routine aufzuerlegen, die ich auch nach diesem Monat nicht aufgeben werde. Wenn mir das Ganze etwas beigebracht hat, dann, daß ich mich dazu bringen
kann, kontinuierlich an einer Idee zu arbeiten… Täglich ein paar hundert Wörter bringen es auch. Vor allem ist es etwas Konstruktives. Obwohl ich also das offizielle Ziel erreicht habe (übertroffen sogar: bis jetzt sind es 62k Wörter), ist die Handlung noch nicht beendet und ich werde in den nächsten Tagen weiter daran arbeiten.

Es war phantastisch. Ein Dank geht an all meine schreibenden Mitstreiter und diejenigen, die mich den Monat über unterstützt haben.

November 22, 2011

WriMo Day 8–20 (Tag 8–20)

Day 8-20:
Oh, it’s been busy here. Honestly, there were a few days when I thought “Pxasìk” (if you get my drift ;) ) and wanted to just let it be. But when I got to 40 thousand I thought “this is the home stretch, I cannot give up now!” When I reached 48 thousand on the 17th day I thought “I would be a fool to give up now”.

But the inner batteries thought otherwise. I just had to recharge, it seems. Two days I couldn’t bring myself to write anything. Constantly with the voice in the back of my mind that said “You’d be a fool to give up now”.

So, on 20 November, I finally reached the 50 thousand word mark (yay for me!) in an excessive non-stop writing marathon. The story is far from finished but I can go about it from a more relaxed angle, I think.

Inspiration, you can knock on my door anytime. Let’s grab a cup of coffee!

Lesson of the days: a few thousand words a day keeps the failure away.

Tag 8-20:
Herrje, es war völlig konfus hier. Es gab, ehrlich gesagt, ein paar Tage, an denen ich dachte „Pxasìk“ (wenn ihr versteht, was ich meine ;) ) und einfach alles hinschmeißen wollte. Aber als ich die 40-tausender Wortmarke erreicht hatte, dachte ich mir „ich bin auf der Zielgeraden, ich kann jetzt nicht aufgeben!“ Als ich die 48-tausender Marke am 17. knackte, dachte ich: „Ich wäre ein kompletter Volltrottel, wenn ich jetzt aufgeben würde“.

Aber ich hatte die Rechnung wohl ohne die inneren Batterien gemacht. Ich mußte wieder Energie tanken. Zwei Tage lang konnte ich mich nicht dazu bringen, irgend etwas zu schreiben. Unaufhörlich die Stimme im Hinterkopf, die sagt „Du wärst ein kompletter Volltrottel, jetzt aufzugeben.“

Am 20. knackte ich endlich die 50-tausender Marke (Yeah!) in einem exzessiven Schreibmarathon. Die Handlung ist längst noch nicht am Ende, aber nun kann ich etwas beruhigter an die Sache herangehen, denke ich.

Inspiration, du kannst jederzeit an meiner Tür klopfen. Dann können wir einen Kaffee trinken.

Lektion der Tage: ein paar tausend Wörter am Tag hält den Mißerfolg fern.

November 8, 2011

WriMo Day 3–7 (Tag 3–7)

Day 3–7:
Miscellaneous questions: Why is it always so hard to begin? Why do I always get into the flow when it’s time to go to bed (because I have to get up in less then 7 hours)? Why do I feel tired when I begin but so awake when I want to go to sleep?

The first week of NaNoWriMo is done and I have to say, it’s going great. There were days when it was harder to get myself to start writing. But in the end I always managed. And I was always proud of the result.

Saturday was good, I wrote till 2 in the morning. I stopped, though, on Sunday to finally finish up that novella I was working on. Die Ankunft der Störche (Arrival of the Storks) is finally finished in its rough draft. Now, I’ll let it simmer and see how it turns out when I’ll check on it again for the revision…

One of my experience is an odd one, though, which I want to share here because I myself was surprised to realise it: Before I started, I was always convinced that the insight into other users’ word counts would be an inspiring thing. Something to ‘pressure’ you on, if you will, to achieve even more than you thought possible of yourself. A competition of sorts. Checking up on a few avid NaNos, however, during the first few days, I noticed that I got frustrated to see how far they’d already gotten, while I was still in my odd hundreds words.
But after a while (and with the help of my sister) I realised that this is not important as long as I concentrate on myself and what I’m doing. In Na’vi there’s this great new word fmokx which is jealousy or envy without the negative connotation. So: furia fo pamrel si fìtxan, ke leiu oeru kea fmokx ;) meaning, ‘I’m not jealous that others write so much.’ Good writing to all of you!

Also, I want to thank Blue Elf for his encouraging comment. Irayo ngaru nìtxan, ma tsmuk. Yes, you’re right. It is a little mad and if you don’t like to compose a story creatively on demand then it will be even harder. But I tell you, the outcome is so rewarding! The realisation—once you look back on the words and the amount of pages that you have already written—that all that was created by yourself is so amazing!

– Which leads to the ultimate question. The one that should decide it all for you, if you do care to admit it to yourself, whether you really want to do it or need to do it: After all the stress, forcing yourself to the desk and in front of that computer to punch in those words for the daily count—why does it still feel so good?!

There is no correct or incorrect answer (well, if you feel good at all, that is) because that is a question you need to answer yourselves…

Lesson of the day: (brought to you by my sister) do your thing, do it well and everything is fine.

Tag 3–7:
Warum ist der Anfang immer so schwierig? Warum bin ich immer im Schreibfluß, wenn es Zeit ist, ins Bett zu gehen (denn ich muß in weniger als 7 Stunden wieder aufstehen)? Warum bin ich müde, wenn ich anfange, aber so wach, wenn ich schlafen will?

Die erste Woche des NaNoWriMo ist um und ich muß sagen: Es läuft großartig. Es gab Tage, da war es schwieriger, mich selbst zu motivieren. Aber am Ende hab ich’s geschafft. Und ich war immer stolz auf das Ergebnis.

Am Samstag hab ich bis 2 in der Früh geschrieben. Ich hab am Sonntag aber aufgehört, um endlich die Novelle zu beenden, an der ich schon so lange arbeite.
Die Ankunft der Störche ist also endlich in ihrer Rohfassung beendet. Jetzt werde ich es ein bißchen liegen lassen und sehen, wie sie mir gefällt, wenn ich sie für eine Überarbeitung durchsehe…

Eine meiner Erfahrungen ist jedoch eine unerwartete, die ich hier teilen möchte, da ich selbst überrascht war, als ich es mitbekam: Bevor ich anfing, dachte ich die ganze Zeit, daß die Einsicht in die Wortzahl anderer Schreiberlinge würde etwas Inspirierendes sein. Etwas, um einen selbst dazu zu bringen, weiterzumachen. Eine Art Konkurrenz. Während ich mir allerdings die ersten Tage ein paar der eifrigen Schreiberlinge ansah, merkte ich, daß es mich eher frustrierte, zu sehen, wie weit sie schon waren, während ich immer noch bei ein paar hundert Wörtern hing.
Aber nach einer Weile (und mit Hilfe meiner Schwester) erkannte ich, daß es nicht wirklich wichtig ist, solange ich mich auf mich konzentriere und was ich tue. Im Na’vi gibt es ein tolles neues Wort,
fmokx, was ‘Eifersucht’ oder ‘Neid’ bedeutet, jedoch ohne negative Konnotation. Also: furia fo pamrel si fìtxan, ke leiu oeru kea fmokx ;) was so viel heißt wie: ‘ich bin nicht neidisch, daß andere so viel schreiben.’ Viel Erfolg beim Schreiben euch allen!

Ich möchte außerdem Blue Elf für seinen motivierenden Kommentar danken.
Irayo ngaru nìtxan, ma tsmuk. Ja, du hast recht. Es ist ein bißchen verrückt, und wenn du es nicht magst, eine Geschichte unter Druck zu schreiben, wird es sogar noch schwerer sein. Aber ich muß sagen, das Resultat ist so lohnend! Die Erkenntnis – sobald man auf die Wörter schaut und die Anzahl der Seiten, die man schon geschrieben hat – daß all das von dir geschaffen wurde, ist so phantastisch!

– Was zur letztlichen Frage führt. Diejenige, die es für euch entscheiden sollte, wenn ihr euch dazu entscheidet, es zuzugeben, ob ihr es tun wollt oder nicht: Nach all dem Streß, sich selbst an den Tisch und vor den Computer zu zwingen, um ein die Wörter für die tägliche Zählung in den Computer zu dreschen – warum fühlt es sich immer noch so gut an?!

Es gibt keine richtige oder falsche Antwort (nun ja, das heißt: falls ihr euch überhaupt wohl dabei fühlt) weil das eine Frage ist, die ihr euch selbst beantworten müßt…

Lektion des Tages: (Dank geht an meine Schwester) mach dein Ding, mach es gut und alles ist gut.

November 2, 2011

WriMo Day 2 (Tag 2)

Day 2:
Whoa, this was a pretty close call… Not that it was very difficult today (well, you know, apart from the fact that you could concentrate on writing but instead you let yourself procrastinate wherever and with whatever you can…) but I was writing up until the last minute to update my word count.

It’s going pretty good. Yesterday, I had the first major shock when my trusted writing software seemed to have been overwhelmed by all the attention it got. So, it decided to shut down for a while … without asking. Maybe a sign of ‘burn out’ … the new illness in fashion these days. But it works again … faithful as ever and sucked in the nearly 3.000 words as fast as I could type them.

Lesson of the day: if you cause your writing software to crash, you’re definitely on the right track.

Tag 2:
Hui, das war ganz schön knapp… Nicht, daß es heute schwierig gewesen wäre (nun ja, ihr wißt ja, abgesehen von der Tatsache, daß man sich auf das Schreiben konzentrieren könnte, aber statt dessen prokrastiniert man wo und wie man nur kann…), aber ich habe wirklich bis fast zur letzten Minute geschrieben, bis ich meine Wortzahl aktualisiert habe.

Es läuft ganz gut. Gestern hatte ich den ersten großen Schockmoment als das Schreibprogramm meines Vertrauens scheinbar von der vielen Aufmerksamkeit, die es in letzter Zeit bekommen hatte, überfordert war. Es entschied sich also, für eine Weile abzuschalten … ohne zu fragen. Vielleicht ein Zeichen von ‘burn out’ … der neuen Modekrankheit. Aber nun funktioniert es wieder … treu wie immer sog es die fast 3.000 Wörter so schnell auf, wie ich nur tippen konnte.

Lektion des Tages: wenn du dein Schreibprogramm zum Absturz bringst, kannst du nur auf dem richtigen Weg sein.

November 1, 2011

NaNoWriMo 2011

My first attempt at NaNoWriMo… How will I do? What will happen? Let’s find out. This is a work in progress … kind of a writer’s diary (if I will have time for it, that is).

Mein erster Versuch, beim NaNoWriMo mitzumachen… Werde ich es schaffen? Was wird passieren? Wir werden sehen. Das wird ein fortlaufender Bericht werden … so etwas wie ein Schreibtagebuch (falls ich die Zeit dafür finde).

Day 1 (Tag 1):
This morning I thought, this is not going to be a good start because I had a dizzy feeling whenever I sat in front of the computer—I’m still trying to fight off a cold… Also, I still try to finish a novella that I’ve been working on since June. So, the odd 1100 words that I wrote for that don’t count, unfortunately, but the novella is coming to an end. Which is a good thing.

So, I got to writing on my project for WriMo as late as 7pm. But I did it. I took the advice of a WriMo-Pro, Paul, and started with a scene that has been very vivid in my mind since I first started to think about the idea. A slow start … getting into the mood and feel of the story that is, but totally okay. The outcome is rewarding. A bit more than 2000 words. I don’t want to jinx it but I think that’s a good start. Now, I need sugar … have to buy something tomorrow, otherwise I will not get through this…

Lesson of the day: after the writing comes the hunger.

Heute morgen dachte ich, das wird kein guter Anfang werden, da ich ein schummriges Gefühl hatte, wann immer ich mich vor den Computer setzte – ich versuche noch immer eine Erkältung abzuschütteln… Außerdem versuche ich noch immer, eine Novelle zu beenden, an der ich seit Juni schreibe. Die schlappen 1100 Wörter, die ich also dafür zustande brachte, zählen leider nicht, aber sie nähert sich dem Ende, was gut ist.

Ich kam also erst gegen 7 Uhr abends dazu, an meinem Projekt für WriMo zu schreiben. Aber ich hab’s gemacht. Ich folgte dem Rat eines WriMo-Profis, Paul, und begann mit einer Szene, die sehr lebhaft in meiner Vorstellung ist, seit ich das erste Mal begonnen hatte, über die Idee nachzudenken. Ein schleppender Anfang … im Sinne, zur Stimmung und dem Stil der Geschichte zu kommen, aber vollkommen in Ordnung. Das Ergebnis ist, wofür es sich lohnt. Ein bißchen mehr als 2000 Wörter. Ich will die Glückssträhne nicht brechen, aber ich denke, das ist nicht schlecht für den Anfang. Jetzt brauch ich was Süßes … muß mir morgen was kaufen, ansonsten übersteh ich das nicht…

Lektion des Tages: nach dem Schreiben kommt das Hungergefühl.

October 27, 2011

11chen

Dies ist ein Plädoyer für eine meist vergessene Gedichtform.

Das haiku ist in aller Munde und es gibt Leute, die sich so sehr darauf spezialisiert haben, daß sie nichts anderes mehr tun. Meine Schwester machte mich vor Jahren jedoch mit einer Gedichtform bekannt, die dem haiku ähnelt, bei der man jedoch nicht auf die Silbenzahl sondern auf die Wortzahl achtet.

Wie der Name schon sagt, besteht das Elfchen

October 1, 2011

NaNoWriMo

Lu tsakrr zìsìtä nìmun… tse, nìngay, lu ’awvea alo a fmasyi oe tsakem sivi slä li ’efu nitram. Ha, furia sngeykä’i fìtìkangkemvit, oe stum ke tseiun pivey. Fraporu a ke omum teyngta peut oel lerawk – ha, lu krr tìkangkemviyä alu NaNoWriMo a slu National Novel Writing Month nì’Ìnglìsì.

Tsaw lu peuteri, txo ayngar ke smivon: tse, pukìri sute a sunu fwa pamrel si fmi pamrel sivi mì vospxì a’aw nì’aw. Fì’u lu stum pxevozamezamtsìvosìnga lì’u (°3244a lì’u) trrmì a’aw fte pivähem ’änsyema pukne a zene ngiva’ mrra alot aylì’uä amezazampxevozamtsìzamevol. Eltur tìtxen si, kefyak? Newomum set srak? Lu mi krr fte fmivi… ayngeyä stxot sivung sngä’i pamrel sivi ko! :)


© SGM

nì’Ìnglìsì:
It’s that time of the year again…

April 23, 2011

Happy Easter

Tse, ke lu awngar lì’u a slu “Easter” nìNa’vi slä tsun fko ralpiveng fìreltsyìpit ahiyìk nekll tsalsungay—ayngaru prrte’ livu. “Happy Easter”

Well, we don’t have a word for Easter in Na’vi but the little comic I have for you, can be translated—enjoy!

Wir haben kein Wort für Ostern in Na’vi, aber das kleine Bild unten kann man trotzdem übersetzen – viel Spaß und frohe Ostern.

February 12, 2011

heute weder hamlet…

Noch während die letzten, knapp vor der Vorstellung eintrudelnden Zuschauer den Saal betreten – das Licht ist noch eingeschaltet, der Vorhang geschlossen, die Souffleuse hat gerade ihren Platz gefunden – tritt ein Mann hinter dem Vorhang hervor und kündigt an, daß das Stück wegen Krankheit leider ausfallen müsse. Er tritt zurück, eine Weile passiert nichts, dann eine Lautsprecheransage, das Licht bleibt auch im Zuschauerraum an, der Vorhang öffnet sich schließlich: ein Detailausschnitt von Millais’ Ophelia (1851/52) ist im Hintergrund zu sehen, ein Thron, eine Leiter, ein Eimer, eine Einlassung in den Bühnenboden – ein Mann tritt auf und beginnt, die Requisiten von der Bühnen zu räumen. Erst nach ein paar Minuten bemerkt er das Publikum, versucht es erneut zum Gehen zu bewegen, da das Stück Hamlet, das für den Abend vorgesehen war, wegen des Beinbruchs des Hauptdarstellers nicht stattfinden kann. Das Publikum bleibt und der Mann beginnt zu erzählen…


Damit beginnt der etwas mehr als einstündige Monolog von Ingo Sassmann. Bühnenarbeit. Vorhangzieher. Und je mehr er sich in den Strudel von Wahrheit und Fiktion, von Bühne und Leben, Spiel und Wirklichkeit verstrickt, erfährt der Zuschauer wie Momentaufnahmen Lebensstationen aus seinem Leben. Selbst einst Schauspieler, durch einen amüsanten Zwischenfall bei einer Premiere in aller Munde, was ihn jedoch den Job kostet und ihm weitere Rollen verwehrt. Glücklich verliebt und schließlich verheiratet, doch die Ehe scheitert am versagten Erfolg.


Über pointierte Beobachtungen über die ‘ehemaligen Schauspielkollegen’, spitze Kommentare über die ‘aktuelle’ Theaterwelt, rezitierte Bruchstücke aus Hamlet, Romeo und Julia, Der Tartuffe oder Der Raub der Sabinerinnen wird der Ton ernster und das Schicksal eines Mannes offenbar, der das Leben immer nur vom Rand aus gesehen zu haben scheint, nur beobachtend, nie teilnehmend. Und wenn doch, dann endete es im Desaster. Die Haß-Liebe zum Theater, die Faszination der Illusion. Die hervorgehobene Wichtigkeit des Vorhangs wird zum Symbol für Sassmanns Beziehung zum Theater: er kann nicht in ihm (oder durch es) leben, aber auch nicht ohne es.


Peter W. Bachmann führt mit überzeugender Darstellung, gut plaziertem Witz und tragikomischer Biographie durch dieses Solostück von Rainer Lewandowski. Sparsam eingesetzte Interaktion mit dem Publikum, das ja selbst eine Rolle in diesem Stück spielt, läßt die Illusion aufrecht erhalten, ebenso wie das subtile Spiel mit Licht und den Techniken der Bühne.


heute weder hamlet“ am nt Halle. Unterhaltsam und sehenswert.

January 15, 2011

Pamtseor tìng mikyun

Srake ayngal omum pamtseoä tsafnelti  a rol fkol nìwin nìtxan? ’Rrtamì fko syaw tsar ‘rap’ nì’Ìnglìsì nìToitsyesì kop.

Awngeyä ’eylanìl alu Talis a lu tsulfätu pamtseoä ngolop fìfnepamtseot awin ulte tsun aynga tivìng mikyun tsar fìtsenge.

~~~~~

Do you know that kind of music that you sing very fast? On Earth it’s called ‘rap’, in English as well as in German.

Our friend Talis who is a master of music created this kind of fast music und you can listen to it here (http://www.myspace.com/navitalis)

~~~~~

Seid ihr vertraut mit der Art von Musik, die man sehr schnell singt? Auf der Erde heißt das „Rap“, sowohl in Englisch als auch in Deutsch.

Unser Freund Talis, der ein Meister der Musik ist, hat diese Art der schnellen Musik gemacht und ihr könnt es auch hier anhören: http://www.myspace.com/navitalis